SuperVision! Ilka Hoffmann


Modul F
Ilka Hoffmann-Bisinger Analoges Systemisches Coaching – Arbeiten mit inneren BildernSupervisorische Ansätze aus der Existenzanalyse und der Verhaltenstherapie
21.04.2018 9.00-17.00 (8EH)

zusammengefasst von Martin Ritsch

Aus ihrem Modell der Analogen Systemischen Kurztherapie stellt Ilka Hoffmann in diesem Seminar die Anwendung dieses Modells für Supervision und Coaching vor.

Der Ansatz basiert auf dem Palo Alto -Modell von Watzlawick, Weakland und Fish und geht davon aus, dass menschliche Probleme aus dem Versuch entstehen, Probleme zu lösen mit Lösungsmustern, die nicht oder nicht mehr funktionieren, die „versuchte Lösung“ wird selber das Problem.

Ihre Weiterentwicklung besteht darin, konsequent die Ressourcen der KLientInnen zu nutzen, um den „Teufelskreis“ der versuchten Lösung zu unterbrechen.

Ausgehend vom geschilderten Problem erfrägt sie den Problemfokus. Die Frage „Wobei ist Ihnen Ihr Problem am eisten im Weg?“ hilft das Problem leichter handhaben zu können, eine Tür wird geöffnet.

Dann geht es daran, die versuchte Lösung zu identifizieren und in ein inneres Bild zu übersetzen. Dieses Bild kann auch ein Körpergefühl, eine Haltung oder ein innerer Satz sein.
Wenn Problem, Problemfokus und die versuchte Lösung klar getrennt benannt sind, geht es weiter

Dazu verwendet Ilka Hoffmann die Ebene der inneren Bilder, eine analoge Sprache, die geeignet ist, Veränderungen 2.Ordnung zu erzeugen. Dadurch können innere Bilder, das Glaubenssystem einer Person direkt verändert und neue Lösungen gefunden werden.

In einer Übung können wir dann ihr strukturiertes Vorgehen hautnah erleben:

„mein inneres Bild als Supervisor“

Phase I
1. sich Situationen herholen, die schwierig sind
2. die schwierigste Situation auswählen
3. ein inneres Bild dazu entstehen lassen
4. einen SATZ dazu formulieren
5. Aufschreiben

Phase II
6. Trance
7. WERTE - eine Essenz daraus entstehen lassen
8. FÄHIGKEITEN - eine Essenz daraus entstehen lassen
9. MENSCHLICHE STÄRKEN - eine Essenz daraus entstehen lassen
10. ein inneres Bild entstehen lassen, das alles zusammen fügt, die Ressourcen, Stärken,...

Phase III
11. Neues Bild aus alten entstehen lassen
mit dem Ressourcenbild in die schwierige Situation gehen und beobachten, wie sich die Situation verändert, was man anders macht, wahrnimmt.


Falls kein Bild möglich ist kann man anstelle mit dem Körpergefühl, mit er Haltung, mit Farben usw. arbeiten. Dabei gilt der Grundsatz „Was nicht weg will, braucht Wertschätzung!“

Und es gibt auch eine Aufgabe:
Eine Minute am Tag mit dem neuem Bild verbringen oder in bestimmter Problem-Situation eine Minute auf das Bild schauen!!!

Das Seminar hat uns eindrücklich vermittelt, wie Prozesse auf einer analogen Ebene angeregt werden können und wie kreativ und vielfältig die Arbeit in einem stark strukturierten Modell sein kann. Auf jeden Fall ist bei mir Neugierde auf mehr davon entstanden.