SuperVision! MODULE


Modul D
Stefan Geyerhofer: Begleitung von Teams in schwierigen Phasen
3.3.2018 9.00-17.00 (8EH)

zusammengefasst von Sonja Grill

Im Seminarraum mit herrlicher Aussicht startete Stefan Geyerhofer humorvoll und sehr praxisorientiert seinen Workshop: Team Entwicklung - Begleitung von Teams in schwierigen Phasen.

Mit einer Demonstration einer Teamentwicklung zur Gründung eines Instituts stiegen wir sofort praktisch in das Thema ein. Durch das Rollenspiel wurde sichtbar, welche Fragen und welcher Ablauf für den Prozess einer Teamentwicklung bedeutsam sind.
Im Kennenlernen der einzelnen Teammitglieder wurde der Fokus auf die jeweiligen Erfahrungen und Ressourcen gelegt, die bereits vorhanden sind. So wurde sichtbar, worauf man aufbauen kann bzw. welche Aufgabenbereiche noch abgedeckt werden müssen.

"Welche Hoffnungen, welche Sorgen/Ängste verbinden euch mit dem Schritt des Miteinanders?" "WER kann und möchte WAS abdecken?" - sind nur einige Fragen, die es zu stellen lohnt.

Stefan Geyerhofer zeigte, dass nicht nur eine Klarheit bei Gemeinsamkeiten hilfreich ist - Unterschiedliche Fähigkeiten sollten von Beginn an berücksichtigt, eine mögliche interne Konkurrenz beleuchtet werden, damit später keine Konflikte aufkommen.
Ehrlichkeit ist ein hehres Ziel - Differenzen sollen auf den Punkt gebracht werden.

Wesentlich ist auch der Punkt der individuellen Ziele versus der gemeinsamen Ziele als Team.
Es ist wichtig, dass individuelle Ziele klar benannt werden dürfen, denn sie sind sowieso immer dabei. Die Wahrscheinlichkeit erfolgreich zu sein wird größer, wenn gemeinsame Ziele vor individuellen Zielen stehen.
Erfolg, Zufriedenheit und ein Gemeinschaftsgefühl bedingen sich wechselseitig. Eine gute Teamkultur ist absolut förderungswürdig. Der Austausch über Befindlichkeiten, über Stärken und Schwächen helfen allen, um diese abzufangen und auszugleichen. Eine hilfreiche Intervention hierfür ist das "5-minütige, kollektive Schulterklopfen und Lobpreisen" am Anfang der Supervision bzw. Teamsitzung.

Als Supervisor ist es wichtig, genau zu klären, was der Auftrag ist um zu entscheiden, welche Kompetenzen ich als SV mitbringe und welche Aufträge ich abgeben muss bzw. möchte.
Verstörende Fragen dürfen gestellt werden! Manchmal gibt es implizite Aufträge, die nur dadurch deutlich sichtbar werden. Teams, die es schaffen gemeinsam einen Konflikt zu lösen, gehen daraus enorm gestärkt hervor.

Stefan ging gegen Ende des Seminars noch genau auf die Fragen der TeilnehmerInnen ein und versuchte Probleme und Schwierigkeiten, die in Teams vorkommen können zu erklären und mögliche Lösungen aufzuzeigen.
Alles in allem ein gelungener Tag, der die Vorfreude auf "schwierige Teams" größer werden ließ!