SuperVision! MODULE


Modul C
Michael Worsch: Körperorientierte und kunstanaloge Methoden in der Supervision
23.09.2017 9.00-17.00 (8EH)

zusammengefasst von Martin Ritsch

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind! Albert Einstein

Den eigenen Körper als Seismographen zu verwenden, das hat Michael Worsch versucht im Workshop mit unterschiedlichsten Methoden zu verdeutlichen. Die Bedeutung von Worten im Szenischen zu erfassen, das Spüren in der Spur, das Empfinden im empor finden, den Stillstand und den Fortschritt, die Vorstellung und den Wendepunkt, ...
So wie das Theater eine Zeigekunst ist kann auch Supervision Dinge in Szene setzen und das Verborgene sichtbar machen.

Michael Worsch beschreibt das so:
Aufgabenbezogene Fragestellungen und berufliche Beziehungen, das „Wie zum Was für wen und unter welchen Bedingungen“ – dies sind u.a. Themen der Supervision. Um an Berührungspunkte heranzuführen, Probleme als Aufgabenstellungen zur Lösung anzusehen, dabei mehrere Möglichkeiten der Betrachtungsweise zueinander zu stellen und Entscheidungsprämissen zu klären, dazu sollen körperorientierte und kunstanaloge Methoden hilfreich beitragen. Sie vermitteln und erschließen entsprechende Kenntnisse wie beispielsweise Biografiearbeit, kreatives Schreiben, Fallvignetten, eine Orientierung an Vitalitätsformen, die Reflexion von Grundwerten und Persönlichkeitsrechten, szenische Verfahren des Rollenspiels und der psychomotorischen Strukturarbeit. Vermittels unterschiedlicher Lernformen bietet das Modul den Teilnehmenden die Gelegenheit, sich mit der eigenen Haltung auseinanderzusetzen (Offenheit, Flexibilität und Empathie), die sie befähigt, milieu- und kulturspezifische Besonderheiten von Organisationen wahrzunehmen, die Begegnung mit beruflichen Lebenswelten und Beziehungsmustern zu reflektieren.

Mit spannenden Fallvignetten hatten die Teilnehmer Gelegenheit, Handlungssequenzen mit unterschiedlichen Rollenanweisungen darzustellen und zu erleben. Und erstaunlicherweise ist es Michael Worsch immer wieder gelungen, die Spur zur Praxis der Supervision zu finden.

Über den eigenen Tellerrand zu blicken und trotzdem im Rahmen der Supervision zu bleiben, die Freiheit zu lassen in der Frage Könnte es sein dass ... ? hat uns einen respektvollen Umgang mit Menschen und ihren Lebenssituationen gezeigt.

Höret, was Erfahrung spricht: Hier ist's so wie anderswo. Nichts Genaues weiß man nicht, dieses aber ebenso. Otto Grünmandl