SuperVision! MODULE


Modul A
Fritz Weilharter: Unterschiedliche Beratungsformate und Arbeitskontexte
19.05.2017 9.00-17.00 (8EH)

Das Seminar von Fritz Weilharter war ein idealer Einstieg in die Fortbildungsreihe Supervision und Coaching. In gemeinsamer Arbeit konnten wir die Unterschiede der einzelnen Formate wie Team-Supervision, Fall-Supervision, Gruppensupervision, Einzel- und Teamcoaching und Organisationsentwicklung herausarbeiten und die Kriterien für unterschiedliche Kontexte mit den entsprechenden Aufträgen verdeutlichen.

Dabei ist klar geworden, wie wichtig und auch entscheidend eine gründliche Auftragsklärung für den gesamten Prozess ist. „Ohne Klärung wird man getrieben!“, dies konnten wir in zahlreichen Beispielen verstehen und erleben.

Eine klare Trennung von Team- und Fallsupervision erscheint nach dem Seminar sinnvoll und hilfreich. Auch die Falle, die Team-Supervision als Konfliktlösung zu verwenden, war für mich überraschend und dennoch einleuchtend: gerade in starken Konfliktsituationen benötigt es andere Formate und Settings, die wesentlich besser geeignet sind und keine unnötigen Loyalitätskonflikte erzeugen.

Die differenzierte Haltung zur Verschwiegenheit war auch sehr klar: verschwiegen bei persönlichen Daten und Emotionen versus höchstmögliche Transparenz bei Ergebnissen garantiert hohe Qualität bei der Arbeit.

Und Supervision ist weder gut noch schlecht: „Was kann die arme Supervision dafür?“
Es hängt vom Kontext ab, welches Format, welches Setting mit welchem Auftrag sinnvoll ist.
Gerade bei der Supervision ist es wichtig festzustellen, was sie nicht kann: sie ist kein Ersatz für Mitarbeitergespräche, kein Instrument der beruflichen Professionalisierung von schlecht ausgebildeten Mitarbeitern, keine Methode um fragwürdige Bedingungen und Strukturen auszugleichen und kein Allheilmittel für Teams zur Lösung von Arbeitskonflikten.

Nach Fritz Weilharter sind alle Beratungsformate Lern-Settings und somit auch Bestandteile von Organisationsentwicklung. Der differenzierte Einsatz der Formate bestimmt wesentlich die Qualtität der Ergebnisse.