SuperVision! MODULE


Modul A
Fritz Weilharter: Unterschiedliche Beratungsformate und Arbeitskontexte
19.05.2017 9.00-17.00 (8EH)

Die klare Unterscheidung von Beratungsformaten wird mehr und mehr für AuftraggeberInnen und AuftragnehmerInnen zu einem notwendigen Qualitätskriterium für Beauftragung und Ausgestaltung von Beratungsprozessen. Dabei sollte die Aufmerksamkeit u.a. auf die Kontexte der Beratung, die Erwartungen von Auftraggebern und Klienten/Kunden, die Zielsetzungen der Beratungen und Grenzen der jeweiligen Interventionen im Gesamtverlauf der Beratung gelenkt werden. Im Workshop werden einerseits diese Aspekte und andererseits die Nahtstellen und Abgrenzungen zu den gängigsten Beratungsformate bearbeitet: Fall-, Team-, und Organisationssupervision, Teamentwicklung, Moderationen, Coaching, mediative Beratungsformate, Organisationsberatung.


Modul A
Eva-Maria Kremsner: Systemische Methoden in der Supervision
20.05.2017 9.00-17.00 (8EH)

Die systemische Supervision hat inzwischen eine jahrzehntelange Einsatz- und Erfahrungsgeschichte und dabei große Teile auch der nicht-systemischen Supervision definiert und inspiriert. In diesem Workshop geht es „back to the roots“ zurück zu den Wurzeln: An Hand von Fällen der TeilnehmerInnen werden systemische Supervisionstool eingesetzt, durchgespielt, erprobt, erlebt und anschließend der Unterschied zur nicht-systemischen Supervision verdeutlicht und diskutiert.
Wenn Sie also zu diesem Workshop kommen: bringen Sie Fälle, Neugier und Freude mit…..



Modul B
Sonja Radatz: Relationales Coaching für Führungskräfte und BeraterInnen
09.06.2017 9.00-17.00 (8EH)

Der von Dr. Sonja Radatz begründete Relationale Coaching-Ansatz beschäftigt sich nicht mit der Aufarbeitung von Vergangenheiten und auch nicht mit der Analyse des Problems. Er beschäftigt sich im Prinzip gar nicht mit dem Problem, sondern vielmehr mit der Gestaltung  von funktionierenden Zukunftslandschaften, abgeleitet vom persönlichen Optimalszenario des Coachees.
Ausgehend von der Überlegung, dass jeder Mensch anders denkt und Ratschläge daher meist recht wirkungslos sind – mögen Sie noch so „einleuchtend“ daher kommen – stellt Dr. Sonja Radatz in Ihrem Workshop vor, wie Sie den Coachee mit Relationalen Fragestellungen in seine gewünschte Zukunft beamen und ihn dabei unterstützen, seine Zukunft erfolgreich zu gestalten.


Modul B
Wolfgang Sonnleitner: Supervision im psychosozialen Feld und in Ausbildungskontexten
10.06.2017 9.00-17.00 (8EH)

In diesem Workshop sollen die Besonderheiten von Supervision im psychosozialen Feld bzw. in Ausbildungskontexten herausgearbeitet werden. Ein wesentlicher Fokus bei der Supervision im psychosozialen Feld wird dabei die Auftragsklärung sein: wer ist Auftraggeber, welche expliziten und impliziten Aufträge kann es geben, wem gegenüber gilt Verschwiegenheit, wer nimmt Teil, gibt es eine Mindestteilnehmerzahl usw.? Fragen der Feldkompetenz und des Expertentums stellen sich vor dem Hintergrund der Idee von Konstrukt- und Veränderungsneutralität. Die Supervision im Ausbildungskontext mit der speziellen Anforderung von Kontrolle, Evaluation und Haftung wird ausführlich thematisiert. Praktische Beispiele und Fragen der TeilnehmerInnen sind sehr erwünscht.



Modul C
Jutta Fürst: Psychodramatische Techniken in der Supervision
22.09.2017 9.00-17.00 (8EH)

Psychodrama bietet als handlungsorientierte Methode ein vielfältiges Repertoire an Techniken, die in der Supervision eingesetzt, auch ohne Interpretation von außen, SupervisandInnen in die Lage versetzen, ihre Arbeit zu reflektieren und neue Sichtweisen zu gewinnen. Diese Arbeitsweise ist sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting einsetzbar und schließt logisch an Alltagserfahrungen der SupervisandInnen an. Einige dieser Grundtechniken werden in diesem Seminar theoretisch in ihrer Wirkweise erklärt, praktisch vermittelt und an Hand von Fallbeispielen geübt.
Literatur: Krall, H., Fürst, J. & Fontaine, P. (Eds.) (2013). Supervision in Psychodrama. Experiential Learning in Psychotherapy and Training. Wiesbaden: Springer.


Modul C
Michael Worsch: Körperorientierte und kunstanaloge Methoden in der Supervision
23.09.2017 9.00-17.00 (8EH)

Aufgabenbezogene Fragestellungen und berufliche Beziehungen, das „Wie zum Was für wen und unter welchen Bedingungen“ – dies sind u.a. Themen der Supervision. Um an Berührungspunkte heranzuführen, Probleme als Aufgabenstellungen zur Lösung anzusehen, dabei mehrere Möglichkeiten der Betrachtungsweise zueinander zu stellen und Entscheidungsprämissen zu klären, dazu sollen körperorientierte und kunstanaloge Methoden hilfreich beitragen. Sie vermitteln und erschließen entsprechende Kenntnisse wie beispielsweise Biografiearbeit, kreatives Schreiben, Fallvignetten, eine Orientierung an Vitalitätsformen, die Reflexion von Grundwerten und Persönlichkeitsrechten, szenische Verfahren des Rollenspiels und der psychomotorischen Strukturarbeit. Vermittels unterschiedlicher Lernformen bietet das Modul den Teilnehmenden die Gelegenheit, sich mit der eigenen Haltung auseinanderzusetzen (Offenheit, Flexibilität und Empathie), die sie befähigt, milieu- und kulturspezifische Besonderheiten von Organisationen wahrzunehmen, die Begegnung mit beruflichen Lebenswelten und Beziehungsmustern zu reflektieren.



Modul D
Ulrike Hanko: Wertorientiertes Coaching Teamentwicklung
17.11.2017 9.00-17.00 (8EH)

Die Potentiale eines Menschen liegen auf der Ebene der Einstellungen, Haltungen und Werte. Das St. Galler Coaching Modell®, welches auf Wertentwicklung ausgerichtet ist, geht davon aus, dass es eben diese sind, die uns nach vorne bringen und Sinn stiften, weniger die Ziele. So betrachtet setzen sich Menschen Ziele nicht der Ziele wegen, sondern vielmehr weil sie Werte vermehren oder Wertverletzungen vermeiden wollen. Dieser Workshop soll ein Einblick in die Arbeitsweise mit diesem Coachingansatz ermöglichen.


Modul D
Stefan Geyerhofer: Begleitung von Teams in schwierigen Phasen
18.11.2017 9.00-17.00 (8EH)

Die TeilnehmerInnen sollen im Seminar Einblicke in die Entwicklung von Teams gewinnen, eigene Teamerfahrungen reflektieren und ihr Handwerkszeug für die Arbeit mit Teams erweitern. Konkret sollen folgende Inhalte Platz finden:

Was ist ein Team?
• Von der Gruppe zum Team
• Von Visionen zu Zielen zu Arbeitsaufträgen
• Teams bilden
• Vor und Nachteile von Teamarbeit
• Voraussetzungen von effektiver Teamarbeit
• Charakteristiken von Top Teams
• Häufige Probleme in Teamarbeit
• Teams Coachen und Supervidieren
• Kritische Phasen der Teamentwicklung
• Teams auch in der Endphase gut begleiten
• Teammeetings gut gestalten
• Visualisierungsmethoden in der Arbeit mit Teams
• Problemanalysen im Team
• Von Problemen zu Zielen und Handlungen
• Die Rolle der/des Supervisors/in in der Teamentwicklung
• Die Kraft der Außensicht
• Das Unaussprechliche ansprechen

Methoden: Demonstrationen, Inputs, Übungen



Modul E
Guni Leila Baxa: Aufstellungsarbeit in Supervision und Coaching
23.3.-24.3.2018 9.00-17.00 (16EH)

Aufstellungen ermöglichen Einsichten in das – oft wenig bewusste oder unbewusste - Beziehungsgefüge eines Systems. Im Raum „gestellt» zeigt sich das Beziehungsgefüge in seinen wesentlichen Aussagen. Es weist in seiner unmittelbar sichtbaren, hörbaren und spürbaren Prägnanz auf mögliche Lösungs- und Veränderungsschritte hin.
In der Fortbildung gehen wir auf einige der grundlegenden Vorgehensweisen der Aufstellungsarbeit ein: Am besten über Supervisionsfragen und eigene Anliegen aus dem Teilnehmer.innenkreis. Verschiedene kleine Aufstellungsformate – gut einsetzbar im Kontext von Supervision und Coaching – werden vorgestellt, sowie die Selbstreflexion und Reflexion theoretischer und methodischer Aspekte angeregt.




Modul F
Elfe Hofer: Supervisorische Ansätze aus der Existenzanalyse und der Verhaltenstherapie
20.04.2018 9.00-17.00 (8EH)

Supervision - knappe Geschichte und Unterschied bzw Ähnlichkeit zum Coaching.
Es geht um Selbstüberprüfung und Qualitätssicherung.
Auf was legt die Verhaltenstherapie wert, auf was die Existenzanalyse?
Wie kann es methodisch, wie didaktisch erarbeitet werden?
Welche Rollenerwartung gibt es an den Supervisor/in?
Es wird konkret geübt werden.


Modul F
Ilka Hoffmann-Bisinger Analoges Systemisches Coaching – Arbeiten mit inneren BildernSupervisorische Ansätze aus der Existenzanalyse und der Verhaltenstherapie
21.04.2018 9.00-17.00 (8EH)

Innere Bilder können eine Ressource darstellen und den Blick für Neues öffnen, sie können aber auch einengen und begrenzen. Dies trifft auf Klienten wie auf uns Berater gleichermaßen zu. Darauf zu schauen, wo innere Bilder einengen, wie diese verändert werden können und welche Bilder ganz persönliche Ressourcen darstellen, ist Thema dieses Workshops.
AS-Coaching basiert auf dem Palo Alto Modell von Watzlawick et al., mit seinem klaren Blick auf das, was für den Klienten wesentlich ist und die relevanten problemerhaltende Muster. Neu und zentral an dem von Ilka Hoffmann-Bisinger entwickelten Ansatz ist das Einbeziehen der analogen (bildhaften) Ebene in die Musterunterbrechung, sowie der Fokus auf die daraus entstehenden kraftvollen Bilder. Wenn die bisherigen Lösungsversuche das Problem „lebendig“ gehalten haben, ist es oft hilfreich von der rationalen (digitalen) auf die bildhafte (analoge) Ebene zu wechseln, um so andere interne Ressourcen zu aktivieren. Die hierfür hilfreichen Prinzipien werden in diesem Workshop vorgestellt und ausprobiert.



Modul G
Fritz Weilharter: Spezielle Dynamiken in Organisationen
14.06.2018 9.00-17.00 (8EH)

Organisationen sind komplexe Systeme. In Organisationen werden verschiedene dynamische „Strukturelemente“ verbunden: die Hierarchie beruflicher Positionen, geregelte Beziehungen und Kommunikationen zwischen den Positionen und externen Organisationen. In jeder Organisation werden grundlegende Werte, Normen, Mythen, spezielle Umgangsformen und „geheime“ Ziele ausgebildet.
Im Workshop werden einerseits die für Organisationen relevanten „Strukturelemente“ dargestellt und in ihren Wechselwirkungen diskutiert. Andererseits wird an jenen Nahtstellen gearbeitet, die in Supervisionsprozessen unteranderem das „Organisationale“ in den Fokus stellen.


Modul G
Heidi Möller: Was ist gute Supervision?
15.06.-16.06.2018 9.00-17.00 (16EH)

Der erste Tag des Workshops stellt unterschiedliche diagnostische Zugänge in der Supervision und im Coaching vor. Psychotherapeut_innen stehen in Organisationen vor der Aufgabe, sich deren Komplexität und Kultur zu erschließen, um angemessen intervenieren zu können. Neben teamdynamischen und organisationsspezifischen Konzepten wird am zweiten Tag das psychodynamische Arbeiten in der Beratung vorgestellt. Zum Abschluss wird der Stand der Wirksamkeitsforschung dargelegt und damit Orientierung in der Interventionssetzung bereitgestellt.